Alles wieder auf Null

Fangen wir wieder von vorne an. Neun Tage Ruhe habe ich mir und meinem Knie gegönnt. Zumindest was das Laufen angeht. Aber ich habe viel gedehnt, habe sogar mal ein wenig Yoga versucht – allerdings bei mir im Keller, mit einem YouTube Anfänger Video und schön alleine – damit ich mich nicht blamiere. Da muss ich mich aber noch ganz schön lange im Keller einschließen 😉

Heute dann der Versuch, wieder ans regelmäßige Laufen zu kommen. Die letzten Tage und Wochen waren aber auch echt stressig, und am Samstag dann auch noch der Wintereinbruch hier bei uns im Flachland. Hat zwar nicht lange angehalten, aber eigentlich habe ich mich schon auf Frühling eingestellt.

Ohne große Ambitionen wollte ich mich heute einfach laufend bewegen. Die Patellasehne ist auf der Kniescheibe immer noch recht druckempfindlich, fast so, als wäre ich irgendwo mit dem Knie gegen gelaufen. Aber beim Gehen und Treppensteigen habe ich absolut keine Probleme. Mir war auch fast schon egal, wie weit ich heute laufen kann. Es sollte nur halt Laufen sein.

Kurz bevor ich los wollte, hatte ich dann echt wieder Zweifel, ob das so wirklich eine gute Idee ist. Vielleicht doch noch ein paar Tag weiter warten. Nein, es soll jetzt und muss jetzt sein.

Türe auf, raus und Türe zu! Einmal draußen, bei klarer Luft, Sternenhimmel, gefühlte 5 Grad, ein wenig Wind, schon sind die negativen Gedanken fast verschwunden. Die Garmin hat diesmal ein wenig länger gebraucht, die GPS Verbindung aufzubauen, ist sie  ja nicht mehr gewohnt. Aber dann, das letzte Piepen, die Anzeige springt um und jetzt nur noch den Knopf drücken und los. Soll ich wirklich, hält das Knie. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie es wäre, wenn ich mal ein Kreuzbandriss oder ähnliches habe.

Aber dann bin ich los, zwar irgendwie ziemlich verkrampft, sah bestimmt auch nicht wirklich nach dem schönsten Laufstil aus, aber ich laufe – ohne große Schmerzen. Ein leichtes Ziehen auf der Kniescheibe spüre ich noch, aber das ist ok. Und so trotte ich durch die Straßen und versuche nicht zuviel an das Knie zu denken, versuche Gedankenlos einfach zu laufen, gelingt mir aber nicht. Ich versuche immer wieder, verschiedene Arten, die Füße aufzusetzen um zu sehen, was gut ist und was nicht. Nach gut 3 Kilometern versuche ich ein wenig Lauf ABC, auch das klappt.

So laufe ich weiter durch die Straßen, vereinzelt sieht man immer noch die Lichterketten von Weihnachten in den Vorgärten, auch die Autofahrer nehmen keine Rücksicht am Zebrastreifen – alles wie immer. Aber es sind doch tatsächlich mehr LäuferInnen unterwegs, wenn jetzt noch das Wetter etwas wärmer wird, dann wird es bestimmt richtig voll werden. 😉

Nach meiner 10 Kilometer Hausrunde ist aber Schluss, ich will es ja nicht gleich wieder übertreiben. Das Knie hat gehalten, jetzt beim angewinkelten Sitzen merke ich es schon, aber ich denke, jetzt ins Bett und morgen springe ich wie ein junges Reh aus dem Bett. So, oder so ähnlich stelle ich mir das vor, sehen wir dann mal.

Laufen kann so schön sein!

lauf-13-02-17

Strecke: 10 km; Zeit: 57:55; Pace: 5:47; Puls: 146/159; Trittfrequenz: 161/195

Laufmeister – Immer schön laufen lassen!

 

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3 Kommentare

  1. Wow, im Keller eingeschlossen… So schlimm war es bestimmt nicht. Sicher ein guter Weg mit dem Yoga. Ich kann es in jedem Fall nur empfehlen. Rückt mich immer wieder zurecht. -und ganz ehrlich. Das ist das Schöne am Yoga, selbst wenn man sich absolut ungelenk fühlt, Yoga kann jeder. Bisschen so wie laufen. Hoffentlich hast du den Lauf gut verkraftet und es kann langsam weiter gehen. Also ich gestern unterwegs war und über noch teilweise vereisten Wege schlitterte, war doch hier und da auch Stau. Kaum scheint ein wenig die Sonne,…

  2. Alles Sch… mit den Knien 😦 . Bin gestern auch wieder mal raus auf die Piste. 7,3 km in wirklich langsamem Tempo. Hauptsache laufen, wie du schon gesagt hast. 7:30er Pace war aber soweit ok, zumal es viele, lange Steigungen gab. Das Laufen ging, habe zwar die Knie etwas gespürt, aber es lief. Doch zu Hause konnte ich kaum Gehen und sogar das Aufstehen fällt mir schwer. Ich könnte im Moment verrückt werden, da ich nicht weiß, was die Ursache ist. Morgen bin ich beim Arzt, mal sehen, was der sagt.

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