Tapering – Nicht einfach, die Beine ruhig zu halten

Soweit fühle ich mich wirklich fit für den anstehenden Marathon. Allerdings habe ich zur Zeit absolut keine Ahnung, welches Tempo ich angehen soll. Da ich ja auch noch für Frankfurt gemeldet bin und dort eine sehr schnelle Strecke vorfinde, zweifle ich im Moment noch, ab ich nun volles Tempo gehe oder doch eher einen relativ flotten Marathon daraus mache. Die letzten Wochen habe ich ja durch die Umstellung des Mikcozyklus auf 14 Tage, eher wenigere Tempoeinheiten gehabt, dafür aber von den Umfängen mehr km gemacht. Da ich auch keine Wettkämpfe zwischendurch gemacht habe, kann ich echt nicht einschätzen, zu welchem Tempo ich in der Lage bin.

Das Projekt Münster mit den Firmenstaffeln hat mich allerdings ein wenig enttäuscht. Von den anfangs gemeldeten 16 Teilnehmern, sind gerade noch 8 übrig geblieben. Somit werden statt der vier nur zwei Staffeln an den Start gehen. Ich will das Projekt nicht als grundsätzlich gescheitert sehen, aber meine Motivation, nochmals ein solches Vorhaben zu betreuen, planen und zu organisieren, tendieren gegen Null. Natürlich freue ich mich, dass acht Kolleginnen und Kollegen mit nach Münster kommen und für die mache ich das auch alles sehr gerne, aber ein weiteres mal werde ich das wohl nicht mehr machen.

Firmenlauftreff – Projekt Münster und letzte Tempoeinheit:

http://connect.garmin.com:80/activity/embed/110964682

Strecke: 8 km; Zeit: 48:46; Pace: 6:06; Puls: 126
Strecke: 12 Km; Zeit: 48:23; Pace: 4:02; Puls: 175

Die ersten 8 km mit dem Firmenlauftreff waren für mich ein gutes warm laufen und dann hieß es für mich noch einmal Gas geben. Die letzte Tempoeinheit stand auf dem Plan, 12 km in einem Tempo von 3:58. Es war doch schwieriger, als ich mir das so gedacht hatte. Sollte doch so langsam der Zahn der Zeit an mir nagen. Vielleicht sind es aber auch die vielen Kilometer, die ich absolviert hatte. Einigermaßen konnte ich das Tempo bei rund 4:00 halten, war aber froh, als es dann vorbei war. Ab jetzt beginnt das Tapering, irgendwie freue ich mich darauf, aber….

Normalerweise sind bei mir die Langen Läufe ja alle immer recht früh am Morgen, damit ich auch noch etwas am Wochenende von meiner Familie habe, bzw. die von mir und Dinge erledigt werden können, die in der Woche liegen geblieben sind. Aber diesen Samstag, der wohl letzte heiße Sommertag war am Vormittag durch eine Geburtstags-Stadt-Ralley meines Sohnes belegt. Ich habe die einzelnen Gruppen mit dem Fahrrad begleitet und eventuell den einen oder anderen Tipp gegeben. So musste ich dann wohl oder übel auf den Nachmittag ausweichen und so ging es für mich zum letzten längerer Lauf bei 29 Grad hier bei uns in die Ville.

http://connect.garmin.com:80/activity/embed/112140983

Ich hatte gehofft, dass die Hitze im Naherholungsgebiet nicht ganz so hoch ist, aber auch dort im Wald waren es an die 29 Grad. Wer die Ville kennt, weiß, das es hier einige Höhenmeter zu bewältigen gilt, was mir nach etwas über 23 km echt den Rest gegeben hat. Zum Glück ist es in Münster flach! Den Rest des Wochenendes habe ich mich dann aber richtig gut erholt.

Strecke: 23,12 km; Zeit: 1:54:59; Pace: 4:58; Puls: 163

Durch die dann doch relativ kurze Strecke vom langen Lauf, fühlte ich mich schon wieder sehr gut erholt. Selbst die unfreiwillige Nachtschicht in der Firma von Sonntag auf Montag habe ich echt gut weggesteckt. Habe zwar nicht wirklich geschlafen, aber der Körper war am Abend erstaunlich gut erholt und ich musste mich erheblich bremsen, dann doch nicht zu schnell zu laufen. 9 Kilometerchen sollten es heute nur sein, eigentlich lohnt es sich ja fast nicht, überhaupt die Schuhe zu schnüren (*überheblich*), aber natürlich ist das ja auch der Sinn der Taperingphase, den Körper Ruhe zu geben um dann pünktlich zum Renntag „heiß“ zu sein. Daher 10 km lockerer DL, möglichst ein Tempo über 5 Minuten, aber das konnte ich nicht wirklich einhalten. Erstens hatte ich ziemlichen Rückenwind und zweitens die Beine/Kopf konnten einfach nicht so richtig ruhig halten.

http://connect.garmin.com:80/activity/embed/112140983

Strecke: 10km; Zeit: 47:12; Pace: 4:43; Puls: 150

Sehr gut finde ich, dass der Puls trotz des Tempos so weit unten ist. Aber, wie ich nun den Marathon angehen werde, weiß ich immer noch nicht…….

Laufmeister – immer schön laufen lassen

8 Kommentare

  1. Gefällt mir gerade außerordentlich gut, daß ich ausnahmsweise mal so wirklich nachvollziehen kann, wovon Du sprichst. *frechgrins*
    Im Ernst: Ich habe auch überhaupt keine Ahnung, mit welchem Untempo ich Köln starte. Das macht mich gerade ein wenig kirre.
    Happy Tapering und gesund bleiben! 😉

  2. Mensch – da läufst Du schon so viele Kilometer und hast so viel Zeit zum Überlegen und dann weißt Du immer noch nicht, mit welchem Tempo Du in Münster reingehen sollst! 😉

    Ich dachte, Münster steht unter dem Motto „Attacke sub3h“!? Also volle Kraft voraus!? Oder hebst Du Dir das dann doch eher für Frankfurt auf?

    Vielleicht gehst Du Münster mal mit einer 4:30er-Pace an und schaust einfach wie Du reinkommst. Ich meine, da verschenkst Du erstmal nicht so viel und kannst ggf. doch noch auf vollen Angriff umschalten.

    In jedem Fall alles Gute und viel Erfolg!

    Grüße aus Köln!
    Mario

    1. Danke Dir Mario,

      die ersten zwei Kilometer werde ich sicherlich so angehen und dann auch mal sehen, wie die Wetterverhältnisse so sind. Was dann tatsächlich raus kommt, sehen wir dann.

    1. Herzlich Willkommen Oliver in meinem Blog.

      Frankfurt ist sicherlich für Bestzeiten schon sehr gut. Ich bin dort 2009 schon einmal eine 3:10 gelaufen. Ich werden mal sehen und das wirklich Tagesform abhängig machen. Wenn das Wetter soweit am Sonntag passt, dann versuche ich das. Sollte ich während des Laufs merken, das wird doch nichts, kann ich immer noch das Tempo raus nehmen und einen „gemütlichen“ Trainingslauf daraus machen 😉

      Danke Dir.

      Gruß Kay

  3. Falls du nicht vorhast auf Bestzeit zu gehen würde ich vorschlagen das du einfach in einem oberen GA2Bereich bleibst. Damit erreicht man auch eine ansprechende Zeit ohne sich fertig zu machen……

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