AK Sieg bei 30 km Wesseling-Bonn-Wesseling

Wesseling 2011

Zwei Wochen nach dem Rhein-Ruhr-Marathon stand der nächste Wettkampf im Rahmen des RheinErft-Akademie Cups an. Eigentlich brauche ich diesen 30er gar nicht mehr, da ich den bereits geforderten langen Lauf mit dem HM bereits absolviert hatte. Aber gerade solch ein 30er hat seinen Reiz, wird selten angeboten und ist auch nicht Jedermanns Sache. Daher kann man gerade hier einige Punkte für die Wertung gut machen. Zum anderen macht dieser Lauf aber richtig Spaß, sehr gut organisiert, die Strecke geht zum größten Teil am Rhein entlang und bietet mit einigen kurzen heftigen Anstiegen auch ein wenig Profil. Einziges Problem an diesem Samstag war allerdings das Wetter. Tagsüber war es schon recht warm gewesen, aber es kündigten sich schon dicke schwarze Wolken an und kurz vor dem Start sollte die erste Schütte beim Warmlaufen runter kommen.

Beim Start kam dann aber auch schon wieder die Sonne raus und die Luft wurde ziemlich drückend. Aber die Stimmung bei den Laufmonstern war blendend.

Laufmonster beim Start

Als Taktik wollte ich eigentlich erst einmal ein ruhigeres Tempo angehen, da ich mir nicht sicher war, wozu ich in der Lage bin. Eigentlich hat man ja gerade so zwei Wochen nach einem Marathon nochmals ein richtiges Hoch, in dem man nochmals in der Lage ist, Bestzeiten zu laufen. Aber vielleicht nicht gerade bei 30 km. Daher hatte ich mir fest vorgenommen, die ersten 5 km in 4:30 zu laufen, aber mit dem Startschuss war die Euphorie so groß und wir waren in solch einer schönen Gruppe, dass alles über den Haufen geworfen wurde und der Vierminuten Zug war auf der Piste.

Die Stimmung war super, es lief erstaunlich rund, trotz immer wieder drohendem Regen. Die 10 km Marke haben wir bei 40:38 passiert, ob sich das nicht am Ende rächen wird? So langsam viel unsere Gruppe auseinander, auch die Spitze, die uns wieder entgegen kam, lief nicht mehr zusammen. Kurz vor der Wendemarke zerfiel dann unsere Gruppe komplett. Ab diesem Zeitpunkt wurde es ein einsames Rennen für jeden.

Am 15 km Wendepunkt

Wendepunkt

Direkt danach öffnete auch der Himmel seine Schleusen wieder, alleine Laufen, Regen von oben, Gewitter von hinten, warum macht man sowas? Ich versuchte das Tempo aufrecht zu halten, konnte vor mir Laufmonster Cengiz erkennen. Mein Ziel war es nun, auf ihn aufzulaufen und dann gemeinsam den Kampf gegen die 30 km zu laufen. Bei ca. km 19 hatte ich ihn dann eingeholt und was macht er, bleibt stehen und deutet mir an, ich solle Gas geben. Perfekt! Ok, er hatte Probleme mit der Hüfte und war meiner Meinung nach das Rennen ein wenig zu schnell angegangen. Schade, so musste ich nun auch die restlichen 10 km alleine Laufen, da der Vorsprung der anderen Läufer vor mir einfach zu groß war. Aber ich fühlte mich noch gut, nahm den Kampf auf und habe versucht, einfach das Tempo beizubehalten. Kilometer 20 mit einer Zeit von 1:21:39 genommen, das war schon nicht schlecht.
Kurz vor der 25 km Marke gibt es nochmals einen kleinen Anstieg in ein Wohngebiet, das hat mir ein wenig die Kraft genommen. Ab diesem Zeitpunkt war es ein reiner Kampf. Die km-Zeiten konnte ich nicht mehr unter die 4:20 bringen, aber da von hinten keiner mehr aufschließen konnte, war mir das auch fast egal. Allerdings hatte ich ständig das Gefühl, ich würde immer langsamer werden und irgendwann werde ich stehen. Dem war aber zum Glück nicht so. Kurz vor dem Ziel überholte mich unser Fahrradsupporter Thorsten, von dem auch die Fotos sind (Danke!) und sagte mir, dass von hinten keiner mehr kommt. Oben das erste Foto ist kurz vor dem Ziel und zu diesem Zeitpunkt war ich echt fertig, obwohl es nicht so aussieht. Vielleicht lag das auch an den Kompressionssocken, die ich hier zum Test erstmals getragen habe. Den Testbericht wird es hierzu noch gesondert geben.

Als ich dann auf die Zielgerade einbog, wurde ich vom Moderator angekündigt, dass ich auf dem 9. Gesamtplatz liegend wichtige Punkte für den REA-Cup einlaufen würde. Was mich aber noch mehr freute, war meine Zielzeit: 2:04:42! Dies ist für dieses Rennen eine Verbesserung von 6 Minuten und bedeutet einen Schnitt von 4:09/km. Hammer! Wenn man jetzt das Ganze nochmals hochrechnet, die restlichen 12 km unter 55 Minuten sollte eigentlich kein Problem sein. Soweit die Theorie, jetzt muss nur noch die Praxis irgendwann stimmen. 😉

Es war ein echt toller Lauf, obwohl er alles abverlangt hat. Aber das Ergebnis kann sich aus meiner Sicht sehen lassen: Insgesamt Platz 9 – Altersklasse Platz 1! Somit durfte ich zur Siegerehrung. Es gab zwar keinen Pokal, aber immerhin ein Handtuch ;-). Hat schon einen Vorteil, wenn man schon dem älteren Semester angehört. Auch mein Sieg in der AK beim REA-Cup ist mir nicht mehr zu nehmen, auch wenn ich den letzten Lauf ausfallen lasse.

Strecke: 30 km; Zeit: 2:04:42; Pace: 4:09

Laufmeister – immer schön laufen lassen

http://connect.garmin.com:80/activity/embed/91751132

4 Kommentare

  1. Wahnsinn Kay! Da warst du wirklich sehr schnell unterwegs! Kann ich mir nicht vorstellen so schnell unterwegs zu sein….zumindest nicht 30km. Dazu noch die AK gewonnen…… besser gehts doch kaum. Respekt!!!!
    Schönes Wochenende

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