Lange Läufe auf dem Weg nach Düsseldorf

Es gab mal Zeiten, da hatte ich echt Angst vor den langen Läufen! Da bin ich schon morgens aufgestanden und habe nach Ausreden gesucht. Aber wer einen Marathon erfolgreich und in einer, für mich, anständigen Zeit absolvieren möchte, der kommt da nicht drum herum.

Mittlerweile ist das aber Vergangenheit. Ich freue mich auf diese langen Läufe und genieße einfach das Traben durch die Felder, an Wäldern und Flüssen vorbei. Die Natur einfach auf einen wirken lassen. Gerade zu dieser Jahreszeit, alles wacht aus dem Winterschlaf auf, der Durft der Blüten, es macht einfach nur Spaß.

Das mit dem Traben ist allerdings so eine Sache. Gestern bei meinem langen Lauf wollte ich einfach nur nach Gefühl, sprich einem Wohlfühltempo laufen. Also habe ich bewußt keine Zeitvorgaben gemacht, sondern wollte nur lange Laufen. Extra zwischendurch nicht auf die Uhr geschaut und auch eine andere, neue Strecke gelaufen. Immer den gleichen Weg wird auf die Dauer langweilig und daher bin ich mal wieder Richtung Heimatdorf gerannt. Am Wald und den Feldern vorbei, in denen ich als Kind gespielt habe, wo ich meine ersten Laufstrecken hatte, da schwelgt man in Gedanken über das Drachensteigen, toben im Wald mit Buden bauen, zum ersten und einzigen Mal geraucht. Ein herrliche Zeit und so trottet man durch die Gegend und merkt fast nicht, wieviele km man schon gelaufen ist.

Als es dann wieder Richtung Heimat ging, war ich doch sehr überrascht, dass ich für einen langen Trainingslauf so flott unterwegs war. Mir ging es wirklich richtig gut, habe sogar noch die letzten drei km das Tempo etwas angezogen, von Endbeschleunigung würde ich da jetzt nicht sprechen. Ein rundum sehr gelungener Lauf, der unbedingt wiederholt werden muss.

Strecke: 31,2 km; Zeit: 2:32:24; Puls: 157; Pace: 4:53

Nachtrag: Am Mittwoch bin ich, obwohl ich eigentlich nach dem Halbmarathon laut Plan keinen Lauf machen sollte, unterwegs gewesen. Aber richtig schön locker, einfach ein Regeneratives Training und von den Strapazen vom HM war nichts mehr zu spüren.

Strecke: 17,45 km; Zeit: 1:31:28; Puls: 145; Pace: 5:14

Laufmeister – immer schöne laufen lassen

4 Kommentare

  1. Muss mich als stiller RSS-Leser nun doch mal zu Wort melden, da ich es nicht fassen kann. Wenn ich mal einen Blick auf Deine Trainingsläufe werfe, dann geht das immer relativ flott und locker von der Hand, selbst die Tempointervalle werden in Zeiten deutlich unter 3:50 Min/km durchgezogen. Bin wirklich beeindruckt.
    Beim Blick auf Deine Wettkampf-Performance und Deine Erwartung an den Mara passt das aus meiner Sicht nicht so recht zusammen. Mit der Vorleistung sollte eine 38 über 10k, 1:20-1:22 im HM und eine 2:50-2:55 im Mara locker drin sein, aber wie es scheint glaubst du selbst nicht so recht dran, dass Du schnell laufen kannst und Dir fehlt der WK-Kick, der Dich bei einem richtigen Startschuss gleich ordentlich losrennen lässt.

  2. Hallo Christian,

    Danke für Deinen Kommentar, herzlich willkommen und ich bin ja immer wieder positiv überrascht, wie viele Leser ich doch mit meinem Blog habe.

    Ich kann Dir leider auch nicht sagen, woran es liegt, dass ich die Trainingsleistungen im Wettkampf nicht umgesetzt bekomme. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich zu viel will und dann scheine ich irgendwie zu verkrampfen. Ich muss an die WK lockerer ran gehen und dann sollte das auch mit den Zeiten klappen. Ich werde beim nächsten WK an Deine Worte denken ….

    Grüße Kay

  3. Was spricht dagegen einfach mal loszurennen? Du hast mit Deinem Training eine irre Ausdauer, was soll also groß passieren? Lass die Uhr weg, oder zumindest lauf nicht auf Puls oder Zeit, beim nächsten WK und renn einfach der Meute hinterher und die ersten Kilometer mit gefühlten 98 Prozent los. Wenn Du dann bei km5 in 18 durchgehst, was soll im schlimmsten Fall passieren? Außer vielleicht dass Dein Schnitt langsam von 3:45 auf 3:52 fällt und es hinten raus hart wird das Tempo zu halten?
    In meinen Augen gilt: Wenn Du im WK nicht mind. 5-10% schneller als im Training laufen kannst, dann kann irgendwas nicht stimmen. Gut frühstücken, ausgeruht zum WK, gut warm machen, die besten und schnellsten Klamotten und Schuhe an und es dann einfach laufen lassen.

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