Wettkampf: HM Köln Rodenkirchen

Das war sie nun, die Generalprobe für den D’dorf-Marathon. Ich weiß aber noch nicht, ob ich damit zufrieden bin oder nicht. Ich war mit sehr viel Zuversicht zu diesem Wettkampf gefahren und musste mal wieder meinem alten Fehler Tribut zollen:

Ich hatte mir für die ersten km fest vorgenommen, nicht schneller als 4:15 zu laufen. Doch mit dem Startschuss war alles schon wieder vergessen. Ich glaube es liegt einfach daran, dass ich mich immer recht weit vorne an die Startlinie einsortiere, damit ich freie Bahn habe, aber genau da ist mein Problem, ich versuche dann natürlich das schnelle Tempo der schnellen Läufer zu halten, was ja auch einige km gut geht, aber nicht auf der ganzen Strecke.
Die 10 km Marke bin ich in etwas über 40 Minuten gelaufen und bis dahin ging das auch ganz locker, aber mit Beginn der dritten Runde spürte ich , dass das nicht mehr lange gut gehen wird. Ich habe dann ein wenig das Tempo raus genommen, der nun wieder aufkommende Gegenwind tat dann sein übriges. Aber die Läufer um mich herum hatten ähnliche Probleme. Ein oder zwei kamen von hinten und haben uns überholt und ich Depp habe dann sogar noch versucht mit zugehen. Und so war ich auf einmal alleine unterwegs. Keiner, der mir Windschatten geben konnte, oder mal das Tempo macht. Die Beine wurden immer schwerer und dann bei km 17 bekam ich auch noch Magenkrämpfe. Wir mussten noch einmal am Ziel vorbei und ich war echt kurz davor aufzugeben. Die Schmerzen wurden immer stärker und Erinnerungen an den Köln-Marathon kamen wieder hoch, wo ich ebenfalls mit Magenkrämpfen nach 25 km aufgeben musste. Aber diesmal war der Wille stärker. Es zogen zwar noch einige Läufer und auch die führende Frau an mir vorbei, aber ich habe die Krämpfe irgendwie in den Griff bekommen und bin einfach gelaufen.
Teilweise kam es mir vor, als würde ich auf einem Laufband laufen, die Beine bewegen sich, aber ich komme nicht wirklich vorwärts. Dann kam endlich der Abzweig in den Park zum letzten km, ich habe nochmals alles, was ich noch an Kraft hatte irgendwie mobilisiert und nach 4:43 und 4:42 auf dem letzten km noch eine 4:11 erreicht. Endlich das Ziel und meine Magenkrämpfe waren auch wieder da. Ich bin dann gleich durch zum Dixi…….

Tja, und nun die Zeit: 1:28:29 insgesamt Platz 21 und in der Altersklasse sogar Platz 5. Das hätte ich nun wirklich nicht gedacht. Ich hatte beim Start eher den Eindruck, das nur schnelle Läufer am Start waren. Mit der Mannschaft sind wir sogar das zweitschnellste Team gewesen.

So im nachhinein bin ich dann doch ganz zufrieden mit der Leistung. Dann fehlen mir jetzt für die letzten Wochen nur noch die langen Läufe und dann kann Düsseldorf kommen.

Laufmeister – immer schön laufen lassen

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12 Kommentare

  1. Ich staune immer wieder, welch eine Zeit und das trotz Gegenwind und Krämpfen, SUPER!

    Meine herzlichsten Glückwünsche!

    Also Düsseldorf kannste wirklich ganz entspannt sehen, oh man, wer einen solchen Lauf zu Ende bringt schafft auch den Kampf mit den 42 Km.

    Erhole Dich gut,
    Steffen

  2. Von der Zeit her hast du wirklich etwas geleistet – Glückwunsch! Nur die Sache mit der Renneinteilung … aber gut, dieses Problem wird man nur sehr schwer los, da ergeht es mir auch nicht sonderlich anders.

    Und falls du noch einmal einen kurzen Moment unzufrieden damit sein solltest: Hey, es war nur der Test für Ddorf – der darf in die Hose gehen!

  3. Eine Superzeit! Jedenfalls viel schneller als ich in meiner aktive Zeit je erträumt hätte. Für die Renneinteilung hat mir ein paar Mal eine Tempo-Tabelle geholfen, die ich ans Handgelenk geschnallt hatte. Die Tabelle hat verhindert, dass ich zu schnell loslief. Im weiteren Verlauf des Rennens war dann immer das beruhigende Gefühl: „Ja, ich liege gut in der Zeit!“

    1. Danke. Das mit der Tabelle ist nicht verkehrt, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass ich mit dem Startschuss jegliche Erinnerung an meine Vorgaben verliere, werde das aber mal testen.

  4. Gratulation, eine tolle Zeit !
    Aber…. ich brauche das ja nicht zu erwähnen, weil du es ja selbst schon geschrieben hast. Die Zeit hättest du bei einem leicht langsameren Start mit weniger Mühe erreicht, weil du dann eben die zweite Hälfte schneller hättest laufen können. Leider passiert mir das auch des öfteren 😉

    Für Ddorf bist du definitiv bereit !

    Viele Grüsse, Hugo

  5. Glückwunsch, auf diese Zeit lässt sich doch aufbauen.
    Um gute Zeiten zu laufen, die einen auch mal selbst überraschen, muss man auch mal schnell loslaufen.
    Nur MUT!!!

    1. Hi Sören,

      danke, da lässt sich wirklich drauf aufbauen. Zumal man ja bedenken muss, dass durch diesen ewigen Winter ein richtiges Tempotraining gar nicht möglich war. Man wird sehen.

      Kay

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